22.11.2023

Musik, Film und Gespräch am 27.11., 19 Uhr: Vergiss Meyn Nicht

Ein junger rotblonder Mann mit Warnweste und Kletterhelm steht hoch in einem Baumwipfel und schaut direkt in die Kamera. Hinter ihm ist eine Holz-Plattform mit Seilen im Baum befestigt, von der ein Transparent hängt.

Foto: W-Film

Nach einer musikalischen Einstimmung in den Abend durch das Orchester des Wandels schauen wir gemeinsam den Dokumentarfilm „Vergiss Meyn Nicht“ und sprechen im Anschluss mit Kilian Kuhlendahl. Der Eintritt ist frei!

2017 und 2018 begleitete der Filmstudent Steffen Meyn mit seiner Kamera Umwelt- und Klimaaktivist*innen in Baumhäusern des Hambacher Forsts. Er sprach und lebte mit ihnen. Er war ihnen verbunden, rang aber auch um eine Haltung zu den radikalen Maßnahmen der Besetzung.

„Ein herausragendes Bild des Widerstands: von innen und von außen, im Großen wie
im Kleinen. Unbedingt sehenswert!“

Harald Mühlbeyer

Seine Aufnahmen zeigen die Vielfältigkeit des Protests und der Protestierenden. Im September 2018 räumten Hundertschaften der Polizei unter einem Vorwand die hoch über dem Boden gebauten Häuser. Meyn stürzte dabei von einer Holzbrücke und starb.

Der Dokumentarfilm von Meyns Freund*innen und Kommiliton*innen Fabiana Fragale, Kilian Kuhlendahl und Jens Mühlhoff besteht zu großen Teilen aus Filmmaterial von Steffen Meyn, das er Mithilfe seiner 360°-Kamera aufgenommen hat. Er ermöglicht unverstellte Einblicke in das Leben der aktivistischen Gemeinschaft, aber auch in die Räumung der Polizei mit all ihrer Härte. Ergänzt wird der Film durch Interviews mit Aktivist*innen, die nach dem Tod Steffen Meyns aufgenommen wurden.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit der sächsischen Landesstiftung Weiterdenken der Heinrich-Böll-Stiftungen, dem Orchester des Wandels und dem Objektiv e.V..
Sie wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.

 

Inhaltswarnung

In dem Film sind Aufnahmen rund um den Absturz von Steffen Meyn sowie Polizeigewalt zu sehen.