27.02.2024
Filme zum 08. März
Rund um den Feministischen Kampftag am 08. März 2024 erwartet euch ein Filmprogramm, das feministische Solidarität und Selbstbestimmung stärkt. Blumen können wir uns selbst kaufen… wir wollen Gleichberechtigung und Sichtbarkeit für Frauen – Lesben – inter, nicht-binäre und trans Personen, jeden Tag im Jahr!
Wir waren Kumpel
„Keine Ahnung, wie mein Leben mit einem anderen Beruf verlaufen wäre. Aber mittlerweile ist der Bergbau ein Teil von mir.“ Trans Frau Martina ist die einzige Frau, die je in Deutschland im Steinkohlebergbau gearbeitet hat. Nun arbeitet sie im Salzbergbau. Ihre früheren Kumpel fahren zur letzten Schicht hinunter in den dunklen Stollen. Ein letztes Mal vom Kohlestaub geschwärzte Gesichter, dann Abschied von Kollegen, die Freunde geworden sind. Die Zukunft bedeutet Neuorientierung, in neuen Berufen, neuen Hobbys. „Locke“ reist mit seinem besten Freund „Langer“ im Wohnmobil nach Frankreich, sie suchen das Meer. Eine atemberaubend schön gefilmte, dokumentarische Erzählung über die Vergangenheit unter Tage und den Beginn vom Rest des Lebens.
- läuft ab Donnerstag, dem 29.02.2024
- Premiere und Gespräch mit Regisseur Jonas Matauschek am 29.02., ab 19 Uhr
Gondola
In den georgischen Bergen kreuzen sich zwei Gondeln. Die Blicke der Schaffnerinnen Iva und Nino treffen sich. Ohne Worte verlieben sich die beiden ineinander. Veit Helmers neuer Film ist eine poetische und unkonventionelle Liebeskomödie, bei der die Bilder die Hauptrolle spielen.
- läuft ab Donnerstag, dem 07.03.2024
- Premiere und Gespräch mit Regisseur Veit Helmer am 04.03., ab 20 Uhr
Maria Montessori
Das gefühlvolle Drama „Maria Montessori“ setzt der Bildungsikone ein lange überfälliges und zutiefst bewegendes Denkmal. Mit großer visueller Eleganz zeigt dieser Film die Namensgeberin einer der einflussreichsten pädagogischen Bewegungen in ihrer ganzen Stärke und Zerrissenheit.
- läuft ab Donnerstag, dem 07.03.2024
Der Zopf
Drei Leben, drei Frauen, drei Kontinente – drei Schicksale, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Obwohl Smita, Giulia und Sarah sich nie begegnet sind, sind ihre Leben auf bewegende, einzigartige Weise miteinander verwoben. Das fein gesponnene Drama „Der Zopf“ ist die jüngste Regiearbeit von Multitalent Laetitia Colombani, die ihren eigenen gleichnamigen Bestseller-Roman für die große Leinwand adaptierte und zusammen mit Sarah Kaminsky auch das Drehbuch schrieb. Mit viel Gespür für den Moment flicht sie aus drei losen Strängen ein kraftvolles Filmkunstwerk über drei Frauen und ihren Wunsch nach Freiheit.
- läuft ab Donnerstag, dem 07.03.2024
Julie – Eine Frau gibt nicht auf
Schon an normalen Tagen lebt Julie am Limit – alleinerziehend mit zwei Kindern, Pendlerin zum Job in einem Luxus-Hotel im Zentrum von Paris, überfällige Kreditratenzahlungen und einem Ex-Mann, der nicht nur beim Unterhalt unzuverlässig ist, ein anstehender Kindergeburtstag… Aber es kommt noch ärger: Der Nahverkehr streikt, die Tagesmutter fast auch, und all das ausgerechnet, als Julie endlich ein Job-Interview für eine gut bezahlte Stelle im erlernten Beruf hat. Die Chefin im Luxushotel darf davon nichts wissen, und um die Zeit dafür frei zu bekommen, werden Kolleginnen eingespannt. Unter gewaltigem Druck organisiert, rennt, improvisiert Julie auf Kante, und darf sich dabei den Stress nicht anmerken lassen, nicht bei den Kindern, nicht im Hotel, und schon gar nicht beim Vorstellungsgespräch.
- läuft ab Donnerstag, dem 07.03.2024
Helke Sander: Aufräumen
Die heute 87-jährige Helke Sander ist eine historische Schlüsselfigur für Gesellschaft, Film und Feminismus der zweiten Welle. In Claudia Richarz‘ sehr persönlichem Dokumentarfilm räumt sie auf, mistet aus, erinnert und positioniert sich und ihr künstlerisches Schaffen vor der Kamera. Helke Sander ist nach wie vor ein streitbarer Geist, der provoziert − das zieht sich durch ihr Leben und auch durch diesen Film.
- läuft ab Donnerstag, dem 07.03.2024
Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen
Diese Filmbiografie erzählt die unglaubliche Geschichte von Katherine Johnson, Dorothy Vaughn und Mary Jackson – drei herausragende afro-amerikanische Frauen, die bei der NASA gearbeitet haben und in dieser Funktion als brillante Köpfe einer der größten Unternehmungen in der Geschichte gelten: Sie haben den Astronauten John Glenn in die Umlaufbahn geschickt. Eine fantastische Errungenschaft, die der Nation neues Selbstbewusstsein gab, das Rennen im Weltall neu definitierte und die Welt aufrüttelte.
- läuft am Freitag, dem 08.03.2024, 17 Uhr
- in Zusammenarbeit mit der TU-Dresden
Verleihung des Frauenpreises der SPD-Landtagsfraktion
Mit dem 25. Frauenpreis der SPD-Landtagsfraktion in Sachsen sollen im Jahr 2024 gezielt Handwerkerinnen, Meisterinnen, Mitarbeiterinnen und Auszubildende im Handwerk ausgezeichnet werden.
- am Montag, dem 11.03.2024, 19 Uhr
- nur mit Einladung
Picknick in Moria
Ein bewegender Dokumentarfilm über die Kraft der Kunst als Mittel zum Überleben: Die Filmemacherin Lina Lužyte folgt dem afghanischen Künstler Talibshah Hosini, der mit seiner Familie im griechischen Lager Moria lebt. Dort schreibt, produziert und dreht er mit anderen Geflüchteten einen Spielfilm über eine Familie auf der Flucht. Der Dreh ist erwartungsgemäß turbulent, und von draußen bedrohen Brandstifter das Lager. Aber bei all der harschen Kritik an der europäischen Asylpolitik und der Hoffnungslosigkeit ist dies auch eine Geschichte über Triumph und Erlösung.
- am Mittwoch, dem 13.03.2024, 18 Uhr
- anschließend Filmgespräch mit Vertreter*innen von Ausländerrat Dresden e.V., Sächsischer Flüchtlingsrat Dresden e.V. und Seebrücke Dresden
- eine Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Woche gegen Rassismus
Rückkehr nach Korsika
Ein Sommer auf Korsika: Khédidja zögert nicht lange, als ihr die wohlhabende Pariser Familie, für die sie als Kindermädchen arbeitet, dieses Angebot macht. Sie soll deren Kinder dort betreuen – ihre eigenen beiden Töchter im Teenageralter, Jessica und Farah, dürfen mitkommen. Für Khédidja ist es eine Rückkehr in die alte Heimat, denn vor 15 Jahren hatte sie mit den noch kleinen Kindern die Insel unter tragischen Umständen verlassen. Während sie mit ihren Erinnerungen hadert, geben sich die beiden Mädchen allen sommerlichen Verlockungen hin: sie genießen die Tage am Strand, machen Zufallsbekanntschaften und sammeln erste Liebeserfahrungen. Doch auch bei ihnen stellen sich Fragen nach der Vergangenheit und ob die Version der Familiengeschichte, die ihre Mutter erzählt, die einzig gültige ist.
Der neue Spielfilm von Catherine Corsini erzählt vor der sommerlichen Kulisse Korsikas eine intelligente Geschichte über drei starke Frauen und ihrem Umgang mit gesellschaftlicher Ungleichheit.
- läuft ab Donnerstag, dem 14.03.2024
Der Wunsch
Der Dokumentarfilm „Der Wunsch“ begleitet das Liebespaar Maria und Christiane über einen Zeitraum von 10 Jahren auf ihrer emotionalen Reise, sich einen Lebenswunsch zu erfüllen: ein gemeinsames Kind. Die Regisseurin Judith Beuth, eine Jugendfreundin von Maria, erzählt einfühlsam, wie das Paar dabei mit immer größer werdenden Herausforderungen umgeht. Hürden im Gesundheitssystem, die biologische Uhr und die emotionalen Höhen und Tiefen, die das Paar erlebt, setzen ihre Beziehung mehr und mehr unter Druck.
- läuft ab Donnerstag, dem 14.03.2024
Something You Said Last Night
Trans Frau Ren ist Mitte 20, angehende Schriftstellerin und hat gerade ihren Job verloren. Ausgerechnet jetzt steht der Strandurlaub mit ihren liebevollen, aber ziemlich temperamentvollen italo-kanadischen Eltern und ihrer rebellischen kleinen Schwester Siena an. Im Wissen, dass sie jetzt wieder mehr auf die Unterstützung ihrer Familie angewiesen sein wird, wartet Ren auf den richtigen Moment, von der Entlassung zu erzählen. Doch zwischen der Enge der spießigen Ferienanlage den üblichen Familienstreitereien und einem irritierenden Urlaubsflirt ist es gar nicht so einfach, Raum für sich und die eigenen Gefühle zu finden.
Vor dem Hintergrund der schwülen Langeweile eines Familienurlaubs erzählt Autorin und Regisseurin Luis De Filippis in ihrem Debütfilm vom widersprüchlichen Wunsch eines Millenials, gleichzeitig unabhängig und umsorgt zu sein. Fernab von melodramatischen Klischees zeichnet „Something You Said Last Night“ ein vielschichtiges Figurenporträt, das mit mehreren Narrativen der Darstellung von trans Menschen im Kino bricht. Ren wird von ihrer Familie in ihren Eigenheiten geliebt und als Tochter und Schwester wahrgenommen – die Frage, was sie genau mit ihrem Leben machen möchte, ist damit aber natürlich noch nicht geklärt. Die junge kanadische trans Darstellerin Carmen Madonia gibt ein fulminantes Schauspieldebüt.
- läuft am Montag, dem 18.03.2024, 19 Uhr
- im Rahmen der Queer-Film-Nacht